Visit Sponsor

Written by: Aktuelles Hinter den WTB-Kulissen N!-Charta Sport

Das sind die N!-CHARTA Vereine

Sieben Tennisvereine haben gemeinsam mit dem WTB die N!-Charta Sport unterschrieben. Im Rahmen der BOSS OPEN auf dem Stuttgarter Weissenhof haben die jeweiligen Vertreter am 14. Juni 2023 die Urkunde von Dr. André Baumann (Staatssekretär im Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg) und Professor Dr. Franz Brümmer (Mitglied des Expertenrates Sport, Umwelt, Nachhaltigkeit und EU beim Landessportverband Baden-Württemberg) erhalten.

Die Grundkonzeption der N!-Charta Sport beruht auf der erfolgreichen WIN-Charta für Unternehmen in Baden-Württemberg und ist als freiwillige Selbstverpflichtung mit einem regelmäßigen Verbesserungszyklus angelegt. 

Im Folgenden zählen wir die Vorhaben der einzelnen Vereine im Rahmen der N!-Charta auf und berichten in den kommenden Wochen detaillierter im Magazin „Württemberg Tennis“ und auf diesem Blog über die jeweiligen Projekte.

TSG Backnang Tennis

Die TSG Backnang Tennis, die im Jahr 2025 ihr 100-jähriges Bestehen feiern wird, hat sich der Mitgliedergewinnung und -bindung verpflichtet. „Uns gefällt besonders, dass das Thema Nachhaltigkeit nicht nur auf die Natur und den Energiesektor begrenzt ist“, sagt der Technische Leiter Wolfgang Michel, „der Umgang mit unseren Mitgliedern – und allgemein mit unseren Mitmenschen in unserer Gesellschaft – im sozialen Bereich ist ein weiterer, sehr wichtiger Eckpunkt.“

Wichtig ist auch eine erfolgreiche Nachwuchsförderung. „Die Kinder und Jugendlichen bekommen bei uns einen Ort, an dem sie sich bewegen können und Spaß haben“, sagt Michel. Neben diesen sozialen Belangen werden auch Projekte zum effektiven Umgang mit Energie und Ressourcen umgesetzt. Neben einer Fotovoltaikanlage auf der Dreifeldhalle zur Stromproduktion wird von dort auch das Regenwasser gesammelt und in einen 30 000-Liter-Tank geleitet. Ist dieser gefüllt, landet der Überschuss in einem Biotop, das Fischen, Enten und Vögeln einen geschützten Lebensraum bietet. In Planung ist auch die Einrichtung eines Bienenhotels.   

Tennisclub Besigheim

Die Anlage des Tennisclubs Besigheim mit Bäumen an drei Seiten sowie in unmittelbarer Nähe zum Neckar bietet sich geradezu an Akzente auf dem ökologischen Sektor zu setzen. Dazu wurde dieses Jahr eine Wildwiese mit verschiedenen blühenden Pflanzen angelegt sowie zwei selbstgefertigte Insektenhotels aufgestellt. Um Energie einzusparen wurden neben der Flutlichtanlage alle Lampen auf LED-Technik umgestellt sowie Bewegungsmelder installiert, damit diese wirklich nur dann brennen, wenn sie benötigt werden. Künftig soll die Stromversorgung über eine Fotovoltaikanlage erfolgen.    

SV Böblingen Tennis

Die Tennisabteilung des SV Böblingen (TABB) hat sich schon vor Jahren gut aufgestellt, was die Fragen rund um die Energieversorgung angeht. Viele Initiativen tragen nun Früchte. Durch Blockheizkraftwerk, Fotovoltaikanlage und Batteriespeicher konnten die laufenden Kosten reduziert werden. Die Zahlen sind eindeutig – in alle den Jahren hat die TABB neben etwa einer Million Tonnen CO2 durch die Energiemaßnahmen bei Heiz- und Stromkosten jährlich auch etwa 4000 Euro gespart. Darüber hinaus wurden in den beiden Tennishallen mit insgesamt fünf Plätzen Bewegungsmelder installiert, damit das Licht nicht dauerhaft brennt, wenn diese nicht belegt sind.  In einem nächsten Projekt soll das Regenwasser der Tennishallen in einer Zisterne gesammelt werden, damit die 14 Sandplätze gewässert werden können. Zwei E-Ladesäulen sowie eine Blumenwiese runden das Programm der TABB ab.

TSV RSK Esslingen

Bei der Tennisabteilung des TSV RSK Esslingen steht der Leitsatz 1 – Mitglieder: Bereich soziale Belange – im Mittelpunkt seiner Umsetzung innerhalb der N!-Charta Sport. „Wichtig ist für uns die Einbindung und Bindung der Kinder und Jugendlichen in den Verein, dass sie uns erhalten bleiben“, sagt Jugendwart Oliver Meinecke. Deshalb soll ein Jugendausschuss gegründet und ein Jugendsprecher gewählt werden. „Die jungen Menschen sollen sehen, dass ein Verein nicht von alleine funktioniert“, so Meinecke. Aber auch die älteren Mitglieder sollen um ihre Meinung gefragt werden, was sie bewegt und in welchen Bereichen sie noch Verbesserungsmöglichkeiten sehen. Müll soll künftig auch vermieden werden, indem bei Veranstaltungen Mehrweggeschirr verwendet wird. Und ein besonderer Schwerpunkt wird auf das Recyceln der Bälle und deren Verpackung, die Dosen gelegt. Insgeheim hofft Meinecke auf einen Nachahmereffekt bei anderen Abteilungen oder gar beim Gesamtverein. 

TC Leinfelden-Echterdingen

„Kleinere Dinge, die schnell umsetzbar sind, haben wir bereits angegangen“, berichtet Frank Wietschorke. Dann zählt der stellvertretende Vorsitzende des Tennisclubs Leinfelden-Echterdingen auf: „Wir sind weg von den Papierspendern, verwenden wieder Handtuchrollen. In den Umkleideräumen haben wir Bewegungsmelder installiert und die gesamte Beleuchtung auf LED umgestellt.“ Ein größeres Projekt ist die Frage, wie künftig die zehn Sandplätze gewässert werden. Diese baulichen Veränderungen werden derzeit mit der Stadt besprochen. Gerne würde der Verein auch eine Fotovoltaikanlage auf seine Zweifeldhalle bauen.   

TC Lichtenwald

„Stillstand wird es bezüglich Arbeit und Investition nicht geben – also packen wir es an.“ So steht es auf der Homepage des Tennisclubs Lichtenwald. Um genügend Helfer zu haben, wird das junge Engagement gefördert. Dazu dienen drei Event, die von den jugendlichen Mitgliedern für die jugendlichen Mitglieder organisiert werden. Auch strebt der Verein an, dass jedes Jahr ein Jugendlicher aus dem eigenen Nachwuchs die Ausbildung zum Tennisassistenten absolviert. Und dass das jährliche U10-Ballstufentraining unter Mithilfe eines Jugendlichen aus dem eigenen Nachwuchs durchgeführt wird. Dann wird es auch mit dem nächsten Ziel, dass der Vorstand über eine homogene Altersstruktur mit mindestens zwei Mitgliedern unter 35 Jahren und maximal zwei Mitglieder über 60 Jahre verfügt. An ökologischen Projekten plant der TC Lichtenwald die Ermittlung des CO2-Abdrucks, aus der künftige Maßnahmen abgeleitet werden können. Dazu gehört die Umrüstung der Flutlichtanlage auf LED noch in diesem Jahr.

TC Rot-Weiß Stuttgart

Die Ziele, die der Tennisclub Rot-Weiß Stuttgart mit seinen mehr als 400 Mitgliedern in den kommenden drei Jahren erreichen will, sind klar formuliert. „Wir wollen den TC Weiß-Rot zukunftsfähig aufstellen und weiterentwickeln – und zwar im Sinne eines besonders jugend- und familienfreundlichen Vereins, der in dieser Hinsicht zu den Vorreitern in der Region gehören möchte“, erklärt die Vorsitzende Manuela Maurus, „dabei sind wir uns unserer Verantwortung bewusst, den sozialen Zusammenhalt und die ökologische Nachhaltigkeit in unserem Verein zu verankern und zu stärken.“ Weil sich in der Nachbarschaft des Vereins mit der Betty-Hirsch-Schule eine Grundschule für blinde und sehbehinderte Kinder befindet, soll über eine Kooperation ein Projekt Blindentennis gestartet werden. Weil im Bereich Ressourcennutzung schon im vergangenen Jahr ein Verbot der Wässerung der zehn Außenplätze mit Trinkwasser drohte, wird derzeit die Nutzung einer Zisterne geprüft. Dafür könnte das Regenwasser, das vom Dach der Zweifeldhalle abläuft, gesammelt werden.  

Württembergischer Tennisbund

Im Gegensatz zu anderen Sportarten benötigen Tennisvereine und -abteilungen eine eigene Infrastruktur, die sie in der Regel selbst unterhalten, und damit auch finanzieren müssen. Nicht nur deshalb stehen die Vereine bzw. Abteilungen aufgrund der aktuellen Energiekrise vor großen Herausforderungen. Auch weil das Thema Nachhaltigkeit auf allen Ebenen immer mehr an Bedeutung gewinnt, will der WTB als Knotenpunkt für Austausch und Vernetzung (Foren, Seminare und Round-Table) seine Vereine in ihrer langfristigen Vereins- und Mitgliederentwicklung unterstützen und nachhaltige Projekte vorantreiben. Innerhalb dieser N!-Charta-Sport-Projektgruppe können Lösungswege für die Bewältigung der Herausforderungen gefunden werden

Die Bündelung von Know-How und Erfahrungen erfolgt schneller und der Weg ist somit geebnet gemeinsam positiv in die Zukunft gehen zu können. Weitere interessiert Tennisvereine können sich an den einzelnen Projekten orientieren und von deren Erfahrungen bei der Umsetzung profitieren.

Bilder: WTB

>>> Hier klicken, um mehr darüber zu erfahren, welche Projekte der WTB im Rahmen der N!-Charta in der ökologischen Säule plant und welche weiteren Ziele der WTB für die Stärkung des Tennissports in Baden-Würrttemberg anstrebt. <<<

(Visited 125 times, 1 visits today)
Last modified: 27. Juni 2023